Dötlinger Ent- und Bewässerungsgenossenschaft
Nachdem bereits 1873 die I. Huntloser Ent- und Bewässerungsgenossenschaft entstanden war, wurde die II. Dötlinger Ent- und Bewässerungsgenossenschaft gegründet. Kurze Zeit später wurden beide nach ihrer Lage umbenannt, dem Hunteverlauf von Dötlingen nach Oldenburg folgend. So wurde die Dötlinger die I. und die Huntloser die II. Genossenschaft.
Allein für die Dötlinger Ent- und Bewässerungsgenossenschaft entstanden 78 km Zuleiter, Gräben und Grüppen auf einer Fläche von 338 ha. Weiter waren 145 Schleusen und Sperrwerke, sowie 78 Brücken zu errichten. Für die Arbeiten an diesem Projekt wurden unter Leitung des Wiesenbauers Georg Aschenbeck, Oelmühle, bis zu 150 Arbeiter beschäftigt. Bis 1880 war der größte Teil der Arbeiten abgeschlossen. Im Bereich der Dötlinger Ent- und Bewässerungsgenossenschaft wurden zusätzlich zu den auswärtigen Arbeitern, die zu einem großen Teil aus Osteuropa stammten, die Bauern zur Arbeiten herangezogen, die Land im Bereich der Genossenschaft besaßen.

Zusätzlich war ein Huntesperrwerk mit einer Breite von über 20 m einschließlich einer Schleuse zu errichten. Bis 1880 waren die Arbeiten größtenteils abgeschlossen.
Für den Schleusenwärter in Ölmühle wurde 1905 ein Schleusenhäuschen errichtet. Das Netz der Gräben und Grüppen mit Brücken und Staustufen wurde bis in die 1950er Jahre weiter ausgebaut und angepasst.
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