Landschaftsgeschichte im Spiegel der Karten

Eine Aufgabe im Workshop bestand darin, mithilfe einer Serie historischer Karten die Landschaftsgeschichte zu rekonstruieren sowie historische Elemente und Strukturen zu identifizieren.

Das Ergebnis ist eindeutig:

  • Das rasterförmige Siedlungs- und Landschaftsgefüge entspricht weitestgehend der historischen Gründungszeit zur Mitte des 19. Jahrhunderts.
  • Als „Colonie“ Hudermoor wurde das Gebiet im Zuge der ersten Moorkolonisierungen im Großherzogtum Oldenburg hoheitlich geplant und realisiert.
  • Die Einweisungsurkunden für die 5,6 Hektar großen Kolonate enthalten einheitliche Vorgaben. Das rasterförmige Erschließungsnetz ist bis heute unverändert.
  • Straßen und Wege verlaufen auf erhabenen, sogenannten Torfbänken. Der Torf wurde hier nicht abgebaut.
  • Die Anzahl der Hofstellen ist seit der ersten Besiedlung unverändert.
  • Für die Moorkolonisierung existenziell war und ist die Ableitung des Wassers. Während das kleinteilige Grabensystem vermutlich kaum verändert wurde, unterlag die Hauptentwässerung einem deutlichen Wandel.
  • Nach dem Bau des heutigen „Geestrandgrabens“ in den 1970ern steigerte sich die wirtschaftliche Nutzbarkeit der Flächen deutlich.

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