Ende der Rieseleiwirtschaft

Wie auch die Rieseleiwirtschaft, wurden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts weitere große Infrastrukturmaßnahmen durchgeführt. So wurde der Hunte-Ems-Kanal gebaut. Das Eisenbahnnetz entstand und die Hauptverbindungsstraßen wurden befestigt. Diese umfangreichen Infrastrukturmaßnahmen begünstigten den Warenverkehr im Land Oldenburg. Gleichzeitig erweiterten sich die Absatzmärkte, insbesondere auch für das Schlachtvieh und der Kunstdünger gelangte mit der Bahn ins Land.

Nach Ende des 2. Weltkrieges konnten die Erträge durch den höheren Einsatz von Kunstdünger erheblich gesteigert werden, so dass die wesentlich arbeitsaufwendigere Rieselei an Bedeutung verlor. Bereits Anfang der 1950er Jahre gab es daher erste Bestrebungen, die Genossenschaften aufzulösen.

Aufgrund des trockenen Sommers wurde im Bereich der I. Genossenschaft 1957 letztmalig gerieselt. 1958 wurde die Berieselung eingestellt.

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Relikte in der heutigen Zeit